Zum Buch
Der Schlüssel zum Verständnis des Antisemitismus ist die Figur des Dritten und ihr Bezug auf ein kollektives Selbstbild. Das ermöglicht eine klare Antwort auf die Frage, wo die Grenze zwischen Antisemitismus und Kritik der israelischen Politik zu ziehen ist.
Dieses Buch schließt damit gesellschaftstheoretische Grundfragen auf: nach Rassismus und Antisemitismus, nach Gemeinschaft und Gesellschaft, nach Kommunikationslatenz und postnazistischem Nationalismus. Klaus Holz und Jan Weyand leisten einen entscheidenden Beitrag zu einer bis heute ausstehenden Soziologie des Antisemitismus: Mit ihrem Zugang lässt sich zeigen, dass die Geschichte antisemitischer Zuschreibungen auf der Dynamik kollektiver Selbstbilder basiert.
Über Klaus Holz / Jan Weyand
Klaus Holz, Dr. habil., ist Soziologe und Antisemitismusforscher. Er war langjähriger Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland. Derzeit ist er als Autor und Berater in der Antisemitismusforschung und -prävention für Verlage, Stiftungen und NGOs tätig.
Jan Weyand, PD Dr., ist Soziologe mit einem Schwerpunkt auf Kultursoziologie und Antisemitismusforschung. Derzeit vertritt er den Lehrstuhl für Dynamiken und Regulierung von Wirtschaft und Gesellschaft an der Universität Hamburg.