Klaus Holz / Jan Weyand
Die Figur des Dritten
Zur Soziologie des Antisemitismus
264 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-98722-109-5
ISBN 978-3-98722-005-0
ISBN 978-3-98722-110-1
Erschienen im Mai 2026
Erschienen im Mai 2026
Erschienen im Mai 2026

Zum Buch

Unter Antisemitismus wird ein negatives Judenbild verstanden. Das ist sicher richtig, doch verkürzt es das Phänomen. Denn das abwertende Judenbild tritt nicht isoliert auf, sondern ist stets auf ein kollektives Selbstbild bezogen. Dabei handelt es sich nicht um den rassistischen Gegensatz von »Eigenem« und »Fremden«. Vielmehr wird im antisemitischen Judenbild ein Dritter entworfen, der diesen Gegensatz unterläuft. Der »Jude« verkörpert nicht wie der »Fremde« eine andere »minderwertige« Gemeinschaft, sondern das »zersetzende« Gegenbild aller Gemeinschaft.

Der Schlüssel zum Verständnis des Antisemitismus ist die Figur des Dritten und ihr Bezug auf ein kollektives Selbstbild. Das ermöglicht eine klare Antwort auf die Frage, wo die Grenze zwischen Antisemitismus und Kritik der israelischen Politik zu ziehen ist.

Dieses Buch schließt damit gesellschaftstheoretische Grundfragen auf: nach Rassismus und Antisemitismus, nach Gemeinschaft und Gesellschaft, nach Kommunikationslatenz und postnazistischem Nationalismus. Klaus Holz und Jan Weyand leisten einen entscheidenden Beitrag zu einer bis heute ausstehenden Soziologie des Antisemitismus: Mit ihrem Zugang lässt sich zeigen, dass die Geschichte antisemitischer Zuschreibungen auf der Dynamik kollektiver Selbstbilder basiert.

Über Klaus Holz / Jan Weyand

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Klaus Holz / Jan Weyand
Die Figur des Dritten
Zur Soziologie des Antisemitismus
264 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-98722-109-5
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ISBN 978-3-98722-110-1
Erschienen im Mai 2026
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Unter Antisemitismus wird ein negatives Judenbild verstanden. Das ist sicher richtig, doch verkürzt es das Phänomen. Denn das abwertende Judenbild tritt nicht isoliert auf, sondern ist stets auf ein kollektives Selbstbild bezogen. Dabei handelt es sich nicht um den rassistischen Gegensatz von »Eigenem« und »Fremden«. Vielmehr wird im antisemitischen Judenbild ein Dritter entworfen, der diesen Gegensatz unterläuft. Der »Jude« verkörpert nicht wie der »Fremde« eine andere »minderwertige« Gemeinschaft, sondern das »zersetzende« Gegenbild aller Gemeinschaft.

Der Schlüssel zum Verständnis des Antisemitismus ist die Figur des Dritten und ihr Bezug auf ein kollektives Selbstbild. Das ermöglicht eine klare Antwort auf die Frage, wo die Grenze zwischen Antisemitismus und Kritik der israelischen Politik zu ziehen ist.

Dieses Buch schließt damit gesellschaftstheoretische Grundfragen auf: nach Rassismus und Antisemitismus, nach Gemeinschaft und Gesellschaft, nach Kommunikationslatenz und postnazistischem Nationalismus. Klaus Holz und Jan Weyand leisten einen entscheidenden Beitrag zu einer bis heute ausstehenden Soziologie des Antisemitismus: Mit ihrem Zugang lässt sich zeigen, dass die Geschichte antisemitischer Zuschreibungen auf der Dynamik kollektiver Selbstbilder basiert.

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Mittelweg 36 – Der Podcast

Episode #41: Wie analysiert die Soziologie Antisemitismus, Klaus Holz?

Mit Klaus Holz spricht Jens Bisky über eine Soziologie des Antisemitismus, wie Holz sie gemeinsam mit Jan Weyand im Buch »Die Figur des Dritten« entwickelt hat. Es geht um aktuelle Entwicklungen, verhängnisvolle Traditionen und die Möglichkeiten eines aufgeklärten Anti-Antisemitismus.