Der Verlag

Die Hamburger Edition ist der Verlag des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS).
Er wurde 1994 von Jan Philipp Reemtsma mit dem Ziel gegründet, die Forschungsergebnisse der wissenschaftlichen Arbeiten des HIS in einem eigenen Verlag für Leserinnen und Leser über die akademische Sphäre hinaus zugänglich zu machen.
Von Beginn an leitet Birgit Otte den Verlag, seit 2015 als geschäftsführende Verlagsleiterin.

Die ersten Titel erschienen im Frühjahr 1995 mit Themenschwerpunkten, die das Verlagsprogramm zum Teil noch heute prägen: Theorie der Gewalt, Antisemitismus oder Gesellschaftsanalysen zu Nationalismus, Stalinismus und Fremdenfeindlichkeit.
          Drei Ausstellungsprojekte des HIS, deren Kataloge in der Hamburger Edition erschienen sind, haben intensive öffentliche Diskussionen ausgelöst. Vor allem zwei Ausstellungen zu den Wehrmachtsverbrechen (»Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944«, 1995-1999 und »Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskriegs 1941-1944«, 2001-2004) haben den Blick auf die deutsche Wehrmacht und ihre Rolle im Nationalsozialismus nachhaltig verändert. Auch die wissenschaftliche Nutzung von Fotos ist durch die Ausstellungen und die Begleitpublikationen beeinflusst worden.

Neben der engen inhaltlichen Anbindung an die Forschungen des HIS sah das Konzept des Verlages von Anfang an vor, die im Institut bearbeiteten Themen um Veröffentlichungen aus der deutschsprachigen und internationalen Forschung und wissenschaftsnahen Praxis zu ergänzen. Ungefähr ein Drittel der lieferbaren Titel sind Übersetzungen internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor allem aus dem französischen und englischen Sprachraum. Darunter finden sich namhafte Wissenschaftler_innen, sowie Werke von Autor_innen, die in der Hamburger Edition erstmals auf Deutsch erscheinen.

Als wissenschaftlicher Verlag für historisch und theoretisch informierte Sozialwissenschaften, für Geschichts- und Politikwissenschaft und deren Schnittpunkte, veröffentlicht die Hamburger Edition Monografien, Sammelbände und Essays. Der Verlag hat sich in diesem wissenschaftlichen Spektrum sowohl in der Fachwelt als auch in der interessierten Öffentlichkeit einen Namen gemacht.

Bis heute haben mehr als 200 Autorinnen und Autoren ihre Texte in der Hamburger Edition veröffentlicht. Viele der Originalausgaben sind als Lizenzen in andere Sprachen übersetzt worden und bei angesehenen Verlagen in aller Welt erschienen.

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Das Programm

Die Geschichte und Gegenwart der Gewalt in einer globalisierten Welt ist ein zentrales Thema im Programm der Hamburger Edition. Veröffentlichungen über die Dynamik von Gewaltprozessen, über terroristische und sexuelle Gewalt und imperiales Gewalthandeln prägen das Programm ebenso wie Forschungen zur nationalsozialistischen Vernichtungspolitik oder völkerrechtliche Untersuchungen der Genozide z.B. in Ruanda und Bosnien.
          Schwerpunkte des Programms sind ebenso demokratietheoretische Analysen, Veröffentlichungen zum Verhältnis von Demokratie und Staatlichkeit sowie wirtschaftssoziologisch geprägte Auseinandersetzungen mit dem gegenwärtigen Kapitalismus und der Geldpolitik.

Seit dem Jahr 2005 hat die kleine reihe der Hamburger Edition ihren festen Platz in wissenschaftlichen Diskussionen, in den Bibliotheken und im Buchhandel gefunden. Die Autor_innen dieses Pocketformats greifen aktuelle Fragen und politische Debatten auf und spitzen essayistisch zu, sie reinterpretieren Theorien oder setzen historische Themen in einen Bezug zur Moderne. Die Essays erörtern so unterschiedliche Themen wie Folter im Rechtsstaat, soziale Ungerechtigkeit, Verwerfungen und Möglichkeiten des digitalen Kapitalismus oder sie diskutieren und historisieren Begriffe wie »Volk« und »Volksgemeinschaft« oder Vandalismus.

Die Schriftenreihe »Studien zur Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts« wurde 2012 ins Leben gerufen. Die Herausgeber Jörg Baberowski, Bernd Greiner und Michael Wildt (ab 2016 Stefanie Schüler-Springorum für Bernd Greiner) wählen Forschungsergebnisse junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, deren Monografien am Beispiel von totalitären Systemen, von Diktaturen, Autokratien und nicht zuletzt von Demokratien die Dynamik gewalttätiger Situationen analysieren.

In der Hamburger Edition erscheinen ungefähr zehn Bücher im Jahr, darunter auch herausragende Qualifikationsschriften. Die hochwertige Ausstattung unserer Bücher, das gilt sowohl für die Printausgaben als auch für die E-Books, ist uns ein wichtiges Anliegen. Und nicht zuletzt legen wir großen Wert auf einen engen Kontakt zu unseren Autorinnen und Autoren und auf ein fundiertes, sorgfältiges Lektorat.

Unsere aktuelle Vorschau

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Hamburger Institut für Sozialforschung

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