Inputs, die die Gegenwart verständlich machen – aus Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft


Führt der aktuelle politische Diskurs zu weiteren Polarisierungen in der Gesellschaft? Warum produziert unser Geldsystem immer mehr Ungleichheit? Wie kommt es zu Gewalt und wie lässt sie sich erklären? Was sind die Ursachen von Rassismus, Sexismus und Antisemitismus?

In unserem neuen Podcast »Tiefenschärfe« beschäftigen wir uns ausführlich mit Fragen wie diesen. Zu Wort kommen Expertinnen und Experten aus Soziologie, Geschichts- und Politikwissenschaften, die in den letzten Jahren intensiv zu gesellschaftlich wichtigen Themen geforscht haben und deren Erkenntnisse dabei helfen, die Gegenwart zu erklären. Die einzelnen Episoden können Sie sich hier auf unserer Website oder auch auf YouTube oder Google Podcasts anhören.

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Episode #3

Diese Folge ist ein Rundumschlag – mit der Historikerin Hedwig Richter diskutieren wir die oft chaotische Geschichte der Einführung des Wahlrechts. Napoleonische Plebiszite, bei denen von Tür zu Tür gegangen wurde, frühe Wahlen, bei denen geraucht und getrunken wurde und der lange Kampf um die Einführung des Frauenwahlrechts – es wird deutlich, dass das, was wir heute unter »Demokratie« verstehen, das Resultat eines langen Prozesses ist. Und in einer Zeit, in der vor einem Voranschreiten autoritärer Systeme gewarnt wird, lohnt sich ein Blick darauf, wie sich Demokratisierung in den letzten 200 Jahren vollzogen hat.

Episode #2

Der Begriff »Fake News« kann Unterschiedliches bezeichnen. Liberale Medien würden damit Desinformationen in sozialen Medien beschreiben; genau jene Medien werden jedoch auch von Donald Trump – und rechtspopulistischen Parteien weltweit – als »Fake News« delegitimiert. Sind die westlichen Demokratien bereits in ein postfaktisches Zeitalter eingetreten?

Ute Daniel würde diesen Befund relativieren, aber auch keinen Anlass zur Entwarnung geben. Zwar sind Desinformationen und Denunziationen kein neues Phänomen, wie die Historikerin mit zahlreichen Beispielen veranschaulichen kann; allerdings gibt es gute Gründe, um den Zustand des politischen Diskurses besorgt zu sein.

Episode #1

Laut unserem heutigen Gast, dem Soziologen Aaron Sahr, gibt es einen blinden Fleck in aktuellen politischen Diskussionen um Geld und Geldpolitik, nämlich, wie Geldbeträge überhaupt entstehen. Stattdessen wird vor allem über Umverteilung diskutiert – ungeachtet der Tatsache, dass die moderne Geldschöpfung per Knopfdruck den Kapitalismus krisenanfälliger macht, Ungleichheit verstärkt und Problemen wie dem Klimawandel keine Priorität einräumt. Gerade im Zusammenhang mit einem »Green New Deal« ist eine Auseinandersetzung mit dem »Keystroke-Kapitalismus« unerlässlich.

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